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Caritasverband Hamburg e.V.
Dienstag, 8. Juni 2010
  Presse-Information
 
Caritas zu Sparmaßnahmen der Bundesregierung
 

Mit Unverständnis reagiert die Hamburger Caritas auf Sparpläne der Bundesregierung. Insbesondere die Streichungen der Rentenversicherungsbeiträge und des Elterngeldes für Empfänger von Arbeitslosengeld II werden vom Caritasverband scharf kritisiert. „Diese Sparmaßnahmen erhöhen massiv das Risiko der Altersarmut. Die Probleme werden verschoben, aber nicht gelöst“, so Caritasdirektor Peter Laschinski. Ein vollkommen falsches Signal für junge Eltern und Alleinerziehende sei zum anderen die Streichung des Elterngeldes für Hartz IV Empfänger. Diese treffe arme Familien in der Phase der Familiengründung überproportional hart und verschärfe die soziale Schieflage, so Ursula Wagner, Abteilungsleiterin der Caritas-Kinder- und Jugendhilfe.

Im vergangenen Jahr haben 899 Frauen die Schwangerenberatung der Hamburger Caritas aufgesucht. Mehr als 50 Prozent (52,5%) von Ihnen bezogen Hartz IV und hätten nach den Plänen der Bundesregierung zukünftig keinen Anspruch mehr auf ein Elterngeld.
„Es ist ein absolut unverständlich, wenn gerade bei armen Kindern und Familien gespart werden soll. Die Geburt eines Kindes verstärkt das Armutsrisiko. Viele Familien fragen sich, wie sie nach der Geburt ihres Kindes finanziell noch über die Runden kommen können“, so Wagner.


Caritasverband für Hamburg e.V.
Pressesprecher Timo Spiewak
040 / 280 140 44
spiewak@caritas-hamburg.de
 
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