Aktuelles

26. November : Ökumenischer Gottesdienst zum Gedenken an verstorbene Wohnungslose

Am Sonntag, 26. November 2017 um 18 Uhr, findet in der St. Bonifatius Kirche in Eimsbüttel, Am Weiher 29, 20255 Hamburg, ein ökumenischer Gedenkgottesdienst der Ev.-luth. Kirchengemeinde Eimsbüttel und der katholischen Kirchengemeinde St. Bonifatius für verstorbene Wohnungslose des vergangenen Jahres statt.

Eingeladen sind Wohnungslose, deren Angehörige und Freunde sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hamburger Wohnungslosenhilfe. Willkommen sind ebenso alle, die um einen wohnungslosen Menschen trauern oder gern am ökumenischen Gottesdienst teilnehmen möchten. Die Namen der Verstorbenen werden verlesen und Kerzen für sie angezündet. 


Hintergrund:

Viele Wohnungslose, die in Hamburg versterben, werden weitgehend anonym und ohne Trauerfeierlichkeiten bestattet. In den letzten vierzehn Jahren haben Mitarbeitende der Wohnungslosenhilfe und die Gemeinden Eimsbüttel und St. Bonifatius am Ewigkeitssonntag der verstorbenen Wohnungslosen des vergangenen Jahres in Hamburg gedacht. 

Wohnungsnot bekämpfen: Stadt muss Anstrengungen verdoppeln

Das Bündnis für eine neue soziale Wohnungspolitik hat heute eine ernüchternde Zwischenbilanz des Senatsprogramms "Gesamtkonzept zur Verbesserung der Versorgung anerkannt vordringlich Wohnungssuchender" gezogen: Nach einem Jahr ist die Zahl der unversorgt gebliebenen anerkannten Wohnungsnotfälle nicht gesunken, sondern um 1.502 Haushalte gestiegen. Verantwortlich für die wachsende Wohnungsnot sind das von vorneherein unzureichende Gesamtkonzept des Senats und die sich verschlechternden Rahmenbedingungen.

Dr. Tobias Behrens, STATTBAU Hamburg: "Wir haben untersucht, welche Maßnahmen des Konzeptes umgesetzt wurden, welche nicht und wie erfolgreich das Programm ist. Die Bilanz nach gut anderthalb Jahren ist ernüchternd: Nur drei von neun Zielen wurden wie geplant erreicht, fünf Ziele wurden gar nicht oder nur rudimentär umgesetzt. Besonders bedrückend: Keine einzige der geplanten 300 neu zu bauenden Wohnungen für besonders bedürftige Wohnungssuchende - Wohnungen mit sogenannter WA-Bindung - wurde tatsächlich gebaut. Auch der Ankauf von WA-Bindungen liegt weit unter den Zielen."

Karin Aßmus, Mieter helfen Mietern: "Während die Zahl der unversorgten vordringlich Wohnungssuchenden weiter steigt, lässt der Senat das Programm schleifen. Es geht dabei bei weitem nicht nur um die Menschen, die auf der Straße oder in Notunterkünften schlafen müssen. Betroffen sind Rollstuhlfahrer, die keine barrierefreie Wohnung finden, Familien, die auf engstem Raum leben müssen, von Gewalt betroffene Frauen, Menschen die aus Therapieeinrichtungen kommen oder aus der Haft entlassen werden. Ende 2016 konnte an fast 10.000 dieser als vordringlich wohnungssuchend anerkannten Haushalte keine Wohnung vermittelt werden. Zum Ende dieses Jahres wird diese Zahl noch deutlich höher ausfallen. Die aktuelle Wohnungs- und Wohnungsbaupolitik hilft denen, die am dringendsten ein Dach über dem Kopf brauchen, nicht."

Michael Edele, stellvertretender Caritasdirektor in Hamburg: "Wir fordern vom Senat Maßnahmen, die die Zahl der unversorgten vordringlich wohnungssuchenden Haushalte in den nächsten Jahren abbaut. Das heißt konkret: Die in 2016 erreichte Versorgung von knapp 3.200 Haushalten muss künftig jährlich mindestens verdoppelt werden. Dafür muss die Stadt vor allem drei Dinge tun: 1. Jede zweite freiwerdende Sozialwohnung wird an vordringlich wohnungssuchende Haushalte vergeben: So können jährlich zusätzlich 1.251 anerkannt vordringlich wohnungssuchende Haushalte versorgt werden. 2. Jede zweite der jährlich rund 4.500 Neuvermietung der SAGA geht an vordringlich Wohnungssuchende, 2.000 davon an wohnungslose Haushalte. 3. Die Aufhebung aller Freistellungsgebiete bringt jährlich allein im Rahmen der normalen Fluktuation zusätzlich Wohnungen für 600 Haushalte. Freistellungsgebiete sind Wohngegenden, wo Sozialwohnungen auch durch Nicht-Berechtigte belegt werden dürfen."

Gabi Brasch, Vorstand im Diakonischen Werk Hamburg: "Entscheidend ist der politische Wille des Senats, die Sorgen und Nöten derjenigen, die am meisten Hilfe benötigen, auch wirklich ernst zu nehmen und entsprechend zu handeln. Nicht zuletzt die Bundestagswahl hat gezeigt, wie wichtig eine gute Sozial- und Wohnungspolitik für die Akzeptanz unserer Demokratie sind. Wir möchten, dass Hamburg eine Stadt wird, die allen ihren Bewohnern ein Leben in Würde und Sicherheit ermöglicht. Eine eigene Wohnung ist dafür die zentrale Voraussetzung."

Das "Hamburger Bündnis für eine neue soziale Wohnungspolitik" ist ein Zusammenschluss von Caritas, Diakonie, Mieter helfen Mietern Hamburger Mieterverein e.V.  und STATTBAU HAMBURG.
 

19. November: Tag der Begegnung am „Welttag der Armen“

Zum ersten Mal begeht die katholische Kirche in diesem Jahr einen "Welttag der Armen". Diesen Tag hat Papst Franziskus im Anschluss an das Heilige Jahr der Barmherzigkeit auf den zweiten Sonntag vor dem Advent gelegt. Auch im Erzbistum Hamburg wird dieser Tag auf besondere Weise begangen: Am Sonntag, 19. November 2017, lädt die Katholische Akademie Hamburg zusammen mit der der Pfarrei Sankt Ansgar (Kleiner Michel) und dem Caritasverband Hamburg zu einem Tag der Begegnung ein. Nach einem Gottesdienst mit Erzbischof Dr. Stefan Heße um 11.30 Uhr im Kleinen Michel erwartet alle Interessierten in der Unterkirche des Kleinen Michels und in den Räumen der Akademie ein Mittagsimbiss und ein "Markt der Möglichkeiten" mit Begegnungscafé, Ausstellungen, Musik und Workshops.

Welttag der Armen

"Wir hoffen, dass an diesem Tag möglichst viele Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten miteinander ins Gespräch kommen", betont der Geistliche Rektor der Katholischen Akademie Pater Jan Roser SJ im Vorfeld. "Letztlich hat Armut viele Gesichter und kann nicht nur an der Größe des Geldbeutels bemessen werden", fügt Roser hinzu.

Das Rahmenprogramm ist vielfältig und für das leibliche Wohl ist gesorgt. Aktiv beteiligt haben sich besonders die Teilnehmer aus der "Fratello Hamburg"-Gruppe, die im letzten Jahr zum Papst nach Rom gepilgert sind. In dieser Gruppe begegnen sich seit der Pilgerreise Menschen in prekären Lebenslagen und Menschen aus der gesellschaftlichen Mitte in regelmäßigen Abständen in der Katholischen Akademie und im Kleinen Michel. Die filmische Dokumentation zur Fratello-Pilgerreise wird am Tag der Begegnung ebenso gezeigt wie die Bilder der Künstlerin Caroline von Grone, die einige Pilger in Öl porträtiert hat. Zusätzlich zeigt die Akademie Bilder aus dem Projekt "Leben im Abseits", durch das Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben, besonders unterstützt werden. Eine bunte Mischung weiterer Programmpunkte rundet das Angebot ab. Der Tag endet mit einem Segen im Kleinen Michel um 16 Uhr.

Veranstaltungsort: Katholische Akademie Hamburg, Herrengraben 4, 20459 Hamburg / Kleiner Michel, Michaelisstraße 5, 20459 Hamburg
Veranstalter: Katholische Akademie Hamburg; Pfarrei St. Ansgar / Kleiner Michel; Kooperationspartner: Caritasverband Hamburg, Fratello Hamburg, Hinz&Kunzt

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