Neues aus dem Hamburger Caritasverband

Themenabend Asyl und Abschiebung

Aufgrund der großen Nachfrage lädt der Hamburger Caritasverband am 3. Mai 2017 erneut zu einem Themenabend "Ablehnung oder drohende Abschiebung! Was nun?!" ein.

Immer mehr Menschen erhalten zurzeit einen Ablehnungsbescheid vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Besonders Menschen aus Afghanistan sind davon betroffen. Die drohende Abschiebung ist sowohl für die Betroffenen selbst als auch für die Menschen, die sie begleiten eine sehr belastende Situation.

In zwei Kurzvorträgen geht es um die rechtlichen Grundlagen und über den konstruktiven Umgang mit Trauer und Wut.

Reichsbund Stiftung fördert Stützpunkt für Obdachlose

Die Reichsbund Stiftung des Sozialverbands Deutschlands (SoVD) hat dem Stützpunkt für obdachlose Menschen eine Summe von 10.000 € gespendet.

Scheckübergabe Stützpunktv.l.n.r.: Nikolas Borchert (Stützpunkt für Obdachlose), Peter Winter (Reichsbundstiftung), Klaus Wicher (SoVD Hamburg)

Peter Winter, Geschäftsführer der Reichsbund Stiftung, überreichte den symbolischen Scheck vor Ort an den Einrichtungsleiter Nikolas Borchert. "Was hier geleistet wird, ist vorbildlich und absolut einmalig in Deutschland", lobte Winter die Arbeit. "Wir haben aus diesem Grunde entschieden, dass diese ganz besondere Einrichtung für obdachlose Menschen in Hamburg mehr Förderung braucht", so Winter. Begleitet wurde er bei der Scheckübergabe von Klaus Wicher, 1. Landesvorsitzender des SoVD Hamburg und Initiator der Bewerbung um die Spende. "Wir freuen uns ungemein über diese tolle und großzügige Unterstützung unserer Arbeit", dankte Nikolaus Borchert.

Die Reichsbund Stiftung des Sozialverbandes Deutschland vergibt jedes Jahr rund 70.000 € an Einrichtungen und Projekte, die Bedürftige betreuen. Sie unterstützt Projekte für Kranke und Menschen mit Behinderung genauso wie Ältere und Jüngere.

Erfolg: Caritas berät 10.000 Haushalt mit dem Stromspar-Check

Die Caritas hat in Hamburg den 10.000 Stromspar-Check durchgeführt. Seit Januar 2010 berät der Caritasverband für Hamburg e.V. mit Unterstützung der Hamburger Umweltbehörde einkommensschwache Haushalte beim Energiesparen und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von Energiearmut.

Energieberatung und Stromsparcheck

Zwölf ehemals Langzeitarbeitslose, die nun bei der Caritas sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, suchen Haushalte auf, die Arbeitslosengeld II, Grundsicherung, Wohngeld oder Sozialhilfe beziehen. Berechtigt sind ebenfalls Rentner mit geringem Einkommen, die keine Grundsicherung erhalten und Personen, deren Einkommen unterhalb der Pfändungsgrenze liegt.

Die Caritas-Mitarbeiter messen den Verbrauch von Wasser, Strom und Heizung, werten die Daten aus und geben anschließend Tipps beim Wasser- und Stromsparen. Die Haushalte erhalten zusätzlich nach Bedarf ein sogenanntes Energiespar-Paket, bestehend aus Energiesparlampen, Wasserstrahlreglern und abschaltbaren Steckerleisten in Höhe von durchschnittlich 70 Euro. Seit Beginn des Projektes wurden so über 96.700 Energiesparlampen installiert und 4.770 Wasserspar-Duschköpfe eingebaut.
Zusätzlich erhalten die Haushalte beim Kauf eines Kühlschrankes der Energieeffizienzklasse A++ einen Zuschuss von 100 Euro, wenn das Gerät zu Hause älter als zehn Jahre ist. Bis heute konnten so 1011 Neugeräten gekauft werden.

Jens Kerstan, Senator für Umwelt und Energie: "Der Stromspar-Check der Caritas ist ein Erfolgsmodell. 10.000 Haushalte zu erreichen, hätten wir zu Beginn des Programms nicht gedacht. Aber es gibt diesen Bedarf ganz deutlich. Umso mehr freue ich mich über den vorbildlichen  Check, der hilft, in Haushalten Strom zu sparen, wo dies schon aus finanziellen Gründen besonders wichtig ist."

Christoph Dreger, Caritas-Projektleiter: "Immer mehr arme Haushalte in Hamburg haben Probleme, ihre Strom- und Gasrechnung zu bezahlen. Mit dem Stromspar-Check ist es uns gelungen, in 10.000 Haushalten langfristig Strom, Gas und Wasser einzusparen und die Umwelt zu schon. Eine win-win-Situation für den einkommensschwachen Haushalt und die Umwelt.."

Die Energiespar-Pakete und Einspartipps bewirken eine jährliche Stromersparnis von durchschnittlich 122 Euro pro Haushalt und 54 Euro für Kalt- und Warmwasser. Langfristig führt der Stromspar-Check zu einer Reduzierung der CO2-Emissionen in Höhe von 23.561 Tonnen. Das Projekt Stromspar-Check ist ein bundesweites Projekt des Deutschen Caritasverbandes und des Bundesverbands der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands an rund 140 Standorten, das vom Bundesumweltministerium bezahlt wird.

Arme und Obdachlose / Adobe Stock

Arme und Obdachlose

Armut

Viele Menschen in Hamburg leben in Armut. Rund 1.000 Personen sind obdachlos, haben wenig Perspektiven und häufig auch eine angeschlagene Gesundheit. Die Caritas ist für diese Menschen da, mit zahlreichen Angeboten und Projekten. mehr

Kinder-, Jugend- und Familienberatung / Kottmeier

Kinder und Jugend

Kinder-, Jugend- und Familienhilfe

Die Caritas begleitet Kinder, Jugendliche und Familien von Anfang an. Stärken entdecken, im sozialen Miteinander lernen und in Krisen Hilfe erfahren sind wichtige Bausteine auf dem Weg zu einem selbständigen Leben. mehr

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Migranten und Flüchtlinge

Migration und Integration

Die Migrationsberatung initiiert, steuert und begleitet den Integrationsprozess bei Neuzuwanderern. Ebenfalls werden bei der Caritas Flüchtlinge beraten und Personen unterstützt, die ins Ausland auswandern wollen. mehr

Allgemeine Beratung / Kottmeier

Beratung und Seelsorge

Der Caritasverband für Hamburg bietet Allgemeine Soziale Beratung, Rechtsberatung und eine TelefonSeelsorge für Hilfesuchende mit sozialen und finanziellen, rechtlichen sowie seelischen Problemen an. mehr

Die Caritas in Hamburg

Wir über uns

Die Caritas ist der größte Wohlfahrtsverband in Deutschland und kann bundesweit auf eine über 100-jährige Geschichte verweisen. Der Hamburger Caritasverband wurde 1925 gegründet und trägt seither dazu bei, die Not der Menschen in der Hansestadt zu lindern. mehr