Neues aus dem Hamburger Caritasverband

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„Bündnis für eine neue soziale Wohnungspolitik“ fordert Moratorium:

Sozialleistungsbezieher/innen sollen in den nächsten fünf Jahren nicht mehr aufgefordert werden, die Kosten der Unterkunft (KdU) zu senken, wenn ihre Miete die "Richtwerte" der Sozialbehörde überschreiten. Das fordert das Bündnis für eine neue soziale Wohnungspolitik. Dazu MhM - Rechtsanwalt Marc Meyer: "Die Sozialbehörde zwingt arme Haushalte dazu, als Nachfrager um preiswerten Wohnraum aufzutreten, wohlwissend, dass für diese Haushalte eine Suche nach noch billigerem Wohnraum in aller Regel erfolglos sein wird. Im Endeffekt passiert nur eines: Der Nachfragedruck führt zu Mietpreissteigerungen gerade bei den dringend benötigten preisgünstigen Wohnungen. Angesichts der nach wie vor unbefriedigenden Versorgungslage für vordringlich Wohnungssuchende ist das ein geradezu kontraproduktiver Effekt. Wir brauchen gerade bei preiswertem Wohnraum eine Entspannung bei Nachfrage und Mieten und kein Anheizen."

Allein 2016 wurden 1.126 Haushalte aufgrund von Überschreitungen der "Richtwerte" zur Senkung der Unterkunftskosten aufgefordert. In den letzten drei Jahren betraf dies insgesamt 4.282 Haushalte. In der Regel wurden diese Haushalte damit auf eine ebenso nervenaufreibende wie erfolgslose Suche nach einer neuen Wohnung geschickt.

Die Bemühungen der Stadt, die Versorgung anerkannt vordringlich Wohnungssuchender (WA-Fälle) zu verbessern, kommen kaum voran. Durch Kostensenkungsaufforderungen vergrößert die Stadt absurderweise selbst die Zahl der unversorgten Wohnungsnotfälle. Denn wer von der Behörde eine Kostensenkungsaufforderung erhält, kann eine Anerkennung als vordringlich Wohnungssuchender erhalten.

"Die bisherigen Bemühungen der Stadt haben zu keiner spürbaren Entspannung am Hamburger Wohnungsmarkt geführt. Gerade für vordringlich Wohnungssuchende ist die Versorgungslücke unverändert eklatant. Ein fünfjähriges Moratorium ist ein Gebot der Vernunft und längst überfällig. Das Moratorium sollte ggf. verlängert werden, bis sich die Situation auf dem preisgünstigen Segment des Hamburger Wohnungsmarkts deutlich entspannt hat," meint Gabi Brasch, Vorstand im Diakonischen Werk Hamburg.

Das Bündnis für eine neue soziale Wohnungspolitik ist ein Zusammenschluss von Stattbau Hamburg, Mieter helfen Mietern, Caritasverband für Hamburg und des Diakonischen Werkes Hamburg.

Kath. Telefonseelsorge erweitert Angebot zum 20-Gipfel

Die Katholische Telefonseelsorge reagiert auf den G20 Gipfel in Hamburg mit besonderer Präsenz.  Am 7. und 8. Juli werden zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Telefon sitzen und eine 24-Stunden-Präsenz gewährleisten.

"Je näher das Gipfeltreffen kommt, desto mehr wird uns klar, mit welchen besonderen Situationen wir in Hamburg rechnen müssen", so Monika Stein, Leiterin der Kath. Telefonseelsorge Hamburg. Die große Zahl an Veranstaltungen, die verstärkte Anwesenheit der Sicherheitsbehörden und die Veränderungen vieler Verkehrsabläufe in Hamburg würden die Menschen verunsichern, so Stein. "Wir wollen mit einer verstärkten Präsenz die Nöte und Sorgen der Menschen in den Blick nehmen und für alle Ratsuchenden ein offenes Ohr haben."

Die Katholische Telefonseelsorge in Hamburg ist ein Angebot des Hamburger Caritasverbandes. Er befindet sich mit derzeit 28 Ehrenamtlichen noch im Aufbau.

Die Telefonseelsorge ist unter der kostenlosen Nummer (0800) 11 10 11 1 oder (0800) 11 10 22 2 erreichbar.

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Arme und Obdachlose

Armut

Viele Menschen in Hamburg leben in Armut. Rund 1.000 Personen sind obdachlos, haben wenig Perspektiven und häufig auch eine angeschlagene Gesundheit. Die Caritas ist für diese Menschen da, mit zahlreichen Angeboten und Projekten. mehr

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Kinder-, Jugend- und Familienhilfe

Die Caritas begleitet Kinder, Jugendliche und Familien von Anfang an. Stärken entdecken, im sozialen Miteinander lernen und in Krisen Hilfe erfahren sind wichtige Bausteine auf dem Weg zu einem selbständigen Leben. mehr

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Migration und Integration

Die Migrationsberatung initiiert, steuert und begleitet den Integrationsprozess bei Neuzuwanderern. Ebenfalls werden bei der Caritas Flüchtlinge beraten und Personen unterstützt, die ins Ausland auswandern wollen. mehr

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Beratung und Seelsorge

Der Caritasverband für Hamburg bietet Allgemeine Soziale Beratung, Rechtsberatung und eine TelefonSeelsorge für Hilfesuchende mit sozialen und finanziellen, rechtlichen sowie seelischen Problemen an. mehr

Die Caritas in Hamburg

Wir über uns

Die Caritas ist der größte Wohlfahrtsverband in Deutschland und kann bundesweit auf eine über 100-jährige Geschichte verweisen. Der Hamburger Caritasverband wurde 1925 gegründet und trägt seither dazu bei, die Not der Menschen in der Hansestadt zu lindern. mehr