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Caritas-Studie: Hohe Wohnkosten bedeuten erhebliches Armutsrisiko

Zunehmend werden Familien, alte und einkommensschwache Menschen oder Studenten in Großstädten und Ballungsgebieten aus Stadtvierteln verdrängt. Die aktuelle Caritas-Studie "Menschenrecht auf Wohnen" zeige deutlich, wie knapper Wohnraum und steigende Mieten tief in das Leben der Menschen eingreifen.

Wohnungsnot schwächt gesellschaftlichen Zusammenhalt

"Immer mehr Menschen erfahren, dass sie nahezu chancenlos auf dem Wohnungsmarkt sind. Oder sie müssen mehr als ein Drittel ihres Einkommens für Miete und Wohnkosten ausgeben. Wenn zunehmend der Geldbeutel bestimmt, wie sich Stadtteile und Quartiere zusammensetzen, führt dies zu einem Auseinanderdriften von Milieus und schwächt so den gesellschaftlichen Zusammenhalt", macht Neher deutlich.

Bezahlbares Wohnen für Entwicklung von Kindern wichtig

Familie mit ihrem Wohnzimmer auf der Straße

Um zu erfahren, wie die Bevölkerung das Problem wahrnimmt und welche Lösungsmöglichkeiten Unterstützung finden würden, hat das Institut IPSOS im Auftrag des Deutschen Caritasverbandes eine repräsentative Befragung durchgeführt. Die Caritas-Studie "Menschenrecht auf Wohnen" zeigt, dass bezahlbares Wohnen neben Pflege, Kinderarmut und Alterssicherung zu den drängendsten politischen Themen gehört. In die Höhe schnellende Wohnkosten bewerten 79 Prozent der befragten Menschen als erhebliches Armutsrisiko. 77 Prozent sehen demzufolge die Entwicklung von Kindern beeinträchtigt. Hohe Wohnkosten führen für drei Viertel der Befragten zu einer räumlichen Trennung von armen und reichen Menschen und begründen die Gefahr von Obdachlosigkeit.

Das Problem ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen

Steigende Mieten und Wohnungsknappheit treffen nicht nur Menschen mit geringem Einkommen. Auch Krankenschwestern, Polizisten oder Erzieherinnen spüren, dass bezahlbarer Wohnraum mittlerweile Mangelware ist. "Das Problem hat die Mitte unserer Gesellschaft erreicht. Als Wohlfahrtsverband prüfen wir Möglichkeiten, wie es gelingen kann, den Wohnraummangel zu minimieren und machen Projekte bekannter, die im Sozialraum den Zusammenhalt fördern", so Neher.

Unter der Kampagnen-Homepage www.zuhause-für-jeden.de finden sich praktische Beispiele, sozialpolitische Positionen und ein interaktives Spiel, das die Mietbelastung in verschiedenen deutschen Städten zeigt. 

Michael Edele neuer Caritasdirektor

Edele

Michael Edele ist seit dem 1. Januar 2018 neuer Direktor des Hamburger Caritasverbandes. Er folgt auf Hermann Josef Thiel.

Edele wurde am 12. Juni 1966 in Hamburg geboren. Nach einer kaufmännischen Ausbildung hat er Politik- und Verwaltungswissenschaften in Konstanz studiert. In den Jahren 1999 bis 2013 war Edele Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Hamburg (AGFW Hamburg). Im Anschluss wechselte er zum Hamburger Caritasverband, für den er als stellv. Direktor und Leiter des Zentralbereiches Migration und Existenzsicherung tätig war.

Der Caritasverband für Hamburg e.V. wurde 1925 gegründet. Er ist der Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche und Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege. In den Einrichtungen und zahlreichen sozialen Diensten der Caritas sind in Hamburg rund 150 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig.

Wunschbaum-Aktion des Marienkrankenhauses für die Obdachlosenhilfe der Caritas

Durch einen Wunschbaum im Marienkrankenhaus konnten rund 30 Wünsche der Armuts- und Obdachlosenprojekte der Hamburger Caritas erfüllt werden. In der Woche vor Weihnachten war nun Bescherung. 

Vor allem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses, aber auch Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige haben nützliche Dinge wie Kaffee und Tee, warme Socken und Unterhosen aber auch med. Produkte im Wert von ca. 400 Euro geschenkt.
Caritas und Marienkrankenhaus danken allen Gebern sehr herzlich!!

Wunschbaum MarienkrankenhausNiko Borchert (limks) und Timo Spiewak freuen sich über zahlreiche Sachspenden

Niko Borchert, Leiter des Stützpunktes für Obdachlose: "Über diese besondere Spendenaktion haben wir uns sehr gefreut. Der Verbrauch an Kaffee ist beispielsweise im Stützpunkt riesengroß. Somit können wir Kaffee-Spenden immer gut gebrauchen."

Arme und Obdachlose / Adobe Stock

Arme und Obdachlose

Armut

Viele Menschen in Hamburg leben in Armut. Rund 1.000 Personen sind obdachlos, haben wenig Perspektiven und häufig auch eine angeschlagene Gesundheit. Die Caritas ist für diese Menschen da, mit zahlreichen Angeboten und Projekten. mehr

Kinder-, Jugend- und Familienberatung / Kottmeier

Kinder und Jugend

Kinder-, Jugend- und Familienhilfe

Die Caritas begleitet Kinder, Jugendliche und Familien von Anfang an. Stärken entdecken, im sozialen Miteinander lernen und in Krisen Hilfe erfahren sind wichtige Bausteine auf dem Weg zu einem selbständigen Leben. mehr

Caritas-Beratung für Migranten und Flüchtlinge / Kottmeier

Migranten und Flüchtlinge

Migration und Integration

Die Migrationsberatung initiiert, steuert und begleitet den Integrationsprozess bei Neuzuwanderern. Ebenfalls werden bei der Caritas Flüchtlinge beraten und Personen unterstützt, die ins Ausland auswandern wollen. mehr

Allgemeine Beratung / Kottmeier

Beratung und Seelsorge

Der Caritasverband für Hamburg bietet Allgemeine Soziale Beratung, Rechtsberatung und eine TelefonSeelsorge für Hilfesuchende mit sozialen und finanziellen, rechtlichen sowie seelischen Problemen an. mehr

Die Caritas in Hamburg

Wir über uns

Die Caritas ist der größte Wohlfahrtsverband in Deutschland und kann bundesweit auf eine über 100-jährige Geschichte verweisen. Der Hamburger Caritasverband wurde 1925 gegründet und trägt seither dazu bei, die Not der Menschen in der Hansestadt zu lindern. mehr